Es gibt einen Unterschied zwischen beschäftigt sein und ständig versuchen, den Rückstand aufzuholen.
Für viele Aufbereitungsabteilungen ist diese Grenze schon lange verschwunden.
Die Arbeitsabläufe werden immer umfangreicher. Der Personalmangel hält an. Die Anforderungen an die Dokumentation steigen. Die Erwartungen hinsichtlich des Geräteaustauschs werden immer strenger. Dennoch wird von den meisten SPD-Teams weiterhin erwartet, dass sie nach Arbeitsabläufen arbeiten, die für ein langsameres, weniger anspruchsvolles Umfeld im Gesundheitswesen konzipiert wurden.
Das Ergebnis ist eine Abteilung, die oft den Eindruck vermittelt, als befände sie sich in einem permanenten Wiederaufbauprozess.
Nicht, weil die Fachkräfte der SPD versagen.
Weil das System, in dem sie leben, unter dem Druck immer schwerer aufrechtzuerhalten ist.
Laut „Infection Control Today“ trägt der Personalmangel in den Sterilisationsabteilungen zu Burnout, geringerer Produktivität und sinkender Qualität bei, da das vorhandene Personal gezwungen ist, zusätzliche Schichten zu übernehmen und gleichzeitig ständig neue Mitarbeiter einzuarbeiten.
Gleichzeitig ist die Fluktuation in der Sterilgutversorgung nach wie vor hoch; einigen Schätzungen zufolge liegt die jährliche Fluktuationsrate zwischen 15 % und 20 %.
Zwar ist die Personalausstattung ein Teil des Problems, doch oft ist es der Arbeitsdruck, der die Teams an ihre Grenzen bringt.
Der versteckte Stress am Arbeitsplatz, über den niemand spricht
Die Aufbereitung von TEE-Sonden ist ein Beispiel dafür.
Auf dem Papier klingt der Prozess überschaubar.
In der Praxis müssen SPD-Teams folgende Aspekte unter einen Hut bringen:
- Erwartungen hinsichtlich einer langen Durchlaufzeit
- Manuelle Dokumentation
- Transport der Sonde
- Terminplanungsdruck
- Begrenzte Verfügbarkeit
- Ständige Unterbrechungen
- Bedenken hinsichtlich einer Beschädigung empfindlicher Sonden
Jede verzögerte Untersuchung verursacht nachgelagert ein weiteres Betriebsproblem.
Ein verschobener Eingriff.
Ein wartender Arzt.
Ein überfüllter Terminkalender.
Ein weiterer Anruf mit der Frage, wann eine Sonde bereitstehen wird.
Mit der Zeit verstärkt sich dieser Druck und wirkt sich auf mehrere Abteilungen aus.
Viele Krankenhäuser unterschätzen zudem den betrieblichen Aufwand, der durch den Transport von TEE-Sonden innerhalb der Einrichtung zur Aufbereitung entsteht. Jede Übergabe birgt das Risiko von Verzögerungen, Störungen im Arbeitsablauf und Beschädigungen der Geräte.
Und Schäden an der Sonde sind kein geringes Problem.
Eine veröffentlichte Studie zur Handhabung von Sonden für die transösophageale Echokardiographie ergab, dass es bei der Reinigung, beim Transport, bei der Lagerung und im Rahmen der routinemäßigen Handhabung zu Beschädigungen kommen kann.
Je komplexer der Arbeitsablauf wird, desto schwieriger wird es, unter dem Druck der Praxis für Konsistenz zu sorgen.
Wenn „Behelfslösungen“ zum Standard werden
Was in überlasteten Abteilungen oft passiert, ist keine Nachlässigkeit.
Es ist eine Anpassung.
Teams entwickeln Notlösungen, nur um den Arbeitsalltag am Laufen zu halten:
- Warten auf verfügbare Sonden
- Transport von Ausrüstung zwischen Abteilungen
- Verwaltung des Sicherungsbestands
- Die Dokumentation auf später verschieben
- Umgang mit Ausfallzeiten oder Engpässen bei der Terminplanung
Doch irgendwann werden diese Notlösungen zum eigentlichen Arbeitsablauf.
Das führt zu operativer Instabilität.
Dies erhöht zudem den Druck auf die Fachkräfte der SPD, die ohnehin schon eine erhebliche Arbeitsbelastung zu bewältigen haben.
Dies ist ein Grund, warum viele Gesundheitseinrichtungen beginnen, die Einbindung der Desinfektion in den gesamten Betriebsablauf neu zu überdenken – und nicht nur im Hinblick auf die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften.
Wie bereits im Artikel „Was passiert, wenn Ihr Desinfektionssystem mitten im Zyklus ausfällt?“ erläutert, kann schon eine einzige Unterbrechung der Aufbereitungskapazität schnell Auswirkungen auf die Terminplanung der Patienten und die Effizienz der Abteilung haben.
Warum einfachere Arbeitsabläufe wichtig sind
Die Debatte um die Wiederaufbereitung beginnt sich zu wandeln.
Krankenhäuser fragen nicht mehr nur:
„Entspricht das den Anforderungen?“
Außerdem fragen sie:
„Kann dieser Arbeitsablauf realistisch gesehen dem täglichen Druck standhalten?“
Genau hier kommen Automatisierung und dezentrale Arbeitsabläufe ins Spiel.
Der UV Smart D60 wurde speziell entwickelt, um viele der betrieblichen Engpässe bei der Aufbereitung von TEE-Sonden zu beseitigen.
Das System sorgt innerhalb von Sekunden für eine hochwirksame Desinfektion von TEE-Sonden.
Anstatt auf zentralisierte Arbeitsabläufe zu setzen, die den Transport- und Handhabungsaufwand erhöhen, ermöglicht das D60 eine dezentrale Desinfektion näher am Behandlungsort und trägt so dazu bei, den Transportaufwand, Ausfallzeiten und Störungen im Arbeitsablauf zu reduzieren.
Das ist aus operativer Sicht von Bedeutung.
Weniger Transport kann bedeuten:
- Weniger Verspätungen
- Weniger Übergaben
- Geringeres Risiko einer Beschädigung der Sonde
- Schnellere Verfügbarkeit
- Weniger Druck auf die SPD-Teams
Das System macht zudem den Einsatz von chemischen Verbrauchsmaterialien überflüssig und verringert gleichzeitig die Belastung durch aggressive Chemikalien für das Personal und empfindliche Geräte.
Ebenso wichtig ist, dass die automatisierte Rückverfolgbarkeit dazu beiträgt, überlastete Abteilungen von einer weiteren großen Belastung zu entlasten.
Dank der Integration der Rückverfolgbarkeit von UV Soft können bei jedem Desinfektionszyklus automatisch folgende Daten erfasst werden:
- Betreiber-ID
- Sonden-ID
- UV-Dosis
- Datum und Uhrzeit
- Desinfektionsergebnis
Dadurch entstehen durchsuchbare, zentralisierte Aufzeichnungen, die die Prüfungsbereitschaft unterstützen, ohne zusätzlichen manuellen Dokumentationsaufwand zu verursachen.
Die SPD-Teams brauchen keinen zusätzlichen Druck
Sie benötigen Arbeitsabläufe, die auf die aktuellen Gegebenheiten im Gesundheitswesen zugeschnitten sind.
Die Herausforderung besteht darin, diese Konsistenz in Arbeitsabläufen aufrechtzuerhalten, die von Verzögerungen, Übergaben, manuellen Schritten, Transportaufwand und zunehmendem Betriebsdruck geprägt sind.
Aus diesem Grund beginnen immer mehr Krankenhäuser, nicht nur die Desinfektion von Geräten zu überdenken, sondern auch die Frage, wie sich die Aufbereitung in den gesamten Arbeitsablauf der Patientenversorgung einfügt.
Da sich das Gesundheitswesen zunehmend in Richtung schnellerer, besser nachverfolgbarer und nachhaltigerer Abläufe entwickelt, sind Abteilungen, die Arbeitsabläufe vereinfachen, möglicherweise am besten aufgestellt, um den Wiederaufbaumodus endgültig hinter sich zu lassen.
Weitere Informationen darüber, wie sich die Arbeitsabläufe im Gesundheitswesen weiterentwickeln, finden Sie im Artikel „Die Hygiene ist bereits in Bewegung. Wird Ihre Abteilung die Entwicklung anführen oder muss sie hinterherlaufen?“.








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